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Qualitätskriterien

Qualitätskriterien für Gesundheitsförderung und Primärprävention von Übergewicht

Um der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas effektiv vorzubeugen, wurden von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter der Moderation der BZgA Qualitätskriterien für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Primärprävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen zusammengetragen und von renommierten Experten verabschiedet. Die Kriterien sollen die Qualität einer Maßnahme von der Planung über die Durchführung bis zur Verstetigung sichern und gelten für alle Maßnahmen, die auf Gesundheitsförderung und Primärprävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen fokussieren. Dazu zählen Programme im Setting, Kurse auf Individualebene sowie bevölkerungsweite Kampagnen.
Die Qualiätskriterien, die in der BZgA-Fachheftreihe „Gesundheitsförderung konkret“ veröffentlicht wurden, können hier heruntergeladen (PDF) oder bestellt werden. Eine Publikation hierzu kann hier ebenfalls heruntergeladen (PDF) werden.

Qualitätskriterien in der Prävention und Therapie von Übergewicht

Wie die Ergebnisse der Versorgungsstudie zeigen, existiert ein breites und heterogenes Angebot an präventiven und therapeutischen Interventionen für Kinder und Jugendliche mit Übergewicht oder Adipositas. Die Kenntnisse über Qualität und Wirksamkeit der Maßnahmen waren zunächst unzureichend. Evidenzbasierte Empfehlungen für die Prävention und Therapie von Übergewicht und Adipositas fehlten.

Um eine Bewertung der Angebote zu ermöglichen, wurden in zwei Expertenarbeitsgruppen Qualitätskriterien für die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der Maßnahmen entwickelt.

Die Gruppen bestanden aus Vertretern der BZgA, der Fachgesellschaft Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA), des Robert-Koch-Instituts sowie weitere unabhängige Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Vertreterinnen und Vertreter der Krankenkassen. Zudem waren das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) beteiligt.

Anwendung der Qualitätskriterien

Mit dem Qualitätsraster wurde zunächst ein Katalog von Qualitätskriterien für Maßnahmen der Sekundärprävention entwickelt. Er richtet sich an Kostenträger, die eine Grundlage für die Bewertung und damit eine Basis für die Finanzierung von Maßnahmen benötigen. Anbietern von Interventionen dient er als Hilfestellung bei der Entwicklung und konzeptionellen Verbesserung ihrer Programme. Multiplikatoren wie Kinderärztinnen und Kinderärzte bekommen Anhaltspunkte für Empfehlungen.

Patientenschulungsprogramme für stark übergewichtige und adipöse Kinder und Jugendliche sind der Tertiärprävention zuzuordnen. Für diese wurde das Konsensuspapier entwickelt, das verbindliche Standards für die Therapie formuliert. Es dient Kostenträgern als Bewertungsgrundlage der Schulungsprogramme für Patientinnen und Patienten und gewährt Programmanbietern Orientierungshilfe bei der Planung und Durchführung von Therapiemaßnahmen.

Der Qualitätsraster und das Konsensuspapier stehen als PDF zum Download bereit oder können bei der BZgA bestellt werden.
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