Umsetzung von Prävention

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Übergewichts weltweit wurden globale wie nationale Strategien zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten entwickelt. Sie geben einen Handlungsrahmen für Maßnahmen vor.

Meilensteine internationaler und nationaler Strategien zur Prävention von Übergewicht

  • 2004 verabschiedete die WHO die „Global Strategy on Diet, Physical Activity and Health“. Opens external link in new windowMehr
  • 2005 regte die EU mit dem Grünbuch „Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung: eine europäische Dimension zur Verhinderung von Übergewicht, Adipositas und chronischen Krankheiten“ die Diskussion zur Adipositasprävention an. 2007 legt sie ihr Weißbuch „Ernährung, Übergewicht und Adipositas: Eine Strategie für Europa“ vor. Kinder und Jugendliche werden darin als vorrangige Zielgruppe gesehen. Opens external link in new windowMehr
  • 2008 verabschiedete das Bundeskabinett den Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“. Kinder sollen gesund aufwachsen, Erwachsene gesünder leben. Damit sollen Krankheiten, die durch einen ungesunden Lebensstil mit einseitiger Ernährung und Bewegungsmangel mit verursacht werden, zurückgehen. Im Rahmen des Aktionsplans wurden bereits vorhandene Aktivitäten in einer Strategie zusammengeführt und weiter entwickelt. Bestehende Initiativen wurden ergänzt, strukturelle Verbesserungen in den Lebenswelten auf den Weg gebracht, die Qualität von Maßnahmen auf vielfältige Weise gefördert und Maßnahmen und Akteure vernetzt. Opens external link in new windowMehr

Maßnahmen, die eine normale Gewichtsentwicklung fördern wollen, setzen an verschiedenen Lebensstilfaktoren an:

Opens internal link in current windowErnährung

Opens internal link in current windowBewegung

Opens internal link in current windowMedien

Opens internal link in current windowStress und Schlaf

Bereits in der Schwangerschaft kann späterem Übergewicht des Kindes vorgebeugt werden. Der Lebensstil der Mutter hat Einfluss. Opens internal link in current windowMehr

Ein gesunder Lebensstil liegt nicht nur in der Verantwortung jedes Einzelnen, sondern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Lebensweltansätze gelten in der Gesundheitsförderung und Primärprävention als besonders vielversprechend. Sie setzen da an, wo Menschen leben, spielen, lernen, arbeiten, also in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Arbeitsstellen, Jugendfreizeiteinrichtungen. Hier werden viele Kinder, Jugendliche, Erwachsene – unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status – erreicht.  

In guten Maßnahmen gehen die Veränderung des Verhaltens und die Veränderung der Verhältnisse Hand in Hand. Gemeinsam mit der Zielgruppe werden gesundheitsrelevante Lebenskompetenzen ermittelt, entwickelt und gestärkt. Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern werden zu einem gesundheitsfördernden Verhalten befähigt. Gleichzeitig sollen Lebensbedingungen und Strukturen in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen positiv verändert werden, um ein gesundes Verhalten leichter zu machen1.

Mehr Information

Ziele, Formen und Ansatzpunkte der Adipositasprävention im Kindes-und Jugendalter sind in der S2-Leitlinie für Diagnostik, Therapie und Prävention im Kindes- und Jugendalter ausführlich beschrieben www.aga.adipositas-gesellschaft.de, Rubrik Leitlinien

Die Spitzenverbände der Krankenkassen empfehlen ebenfalls eine multimodale Ausrichtung für Präventionsmaßnahmen in Kitas und Schule. Opens external link in new windowMehr

1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg) (2010): Qualitätskriterien für Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Primärprävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen. Gesundheitsförderung konkret (13) Köln

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