Medienkonsum senken

Der Zusammenhang zwischen dem Konsum elektronischer Medien und der Prävalenz von Übergewicht und Adipositas lässt sich in vielen Studien nachweisen. Elektronische Medien sind jedoch kaum mehr aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen wegzudenken. Bereits die Hälfte der 2- bis 5-Jährigen sieht jeden oder fast jeden Tag fern, 50 Minuten täglich sind es im Durchschnitt bei den 4- bis 5-Jährigen und 90 Minuten bei den 6- bis 9-jährigen Kindern. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Fernsehen und anderen Bildschirmmedien und ein reduzierter Konsum sind gefragt.

Empfehlungen für Handy, Tablet, Spielekonsolen, Fernseh- und Computerspielzeiten1

0 bis unter 3 Jahre: gar keine Bildschirmmedien
3 bis 5 Jahre: maximal 30 Minuten am Tag
6 bis 10 Jahre: maximal 60 Minuten am Tag
11 bis 13 Jahre: maximal 90 Minuten am Tag

Wie lange und wie oft ein Kind Fernsehsendungen sieht, hängt auch von den Bedingungen ab. Ein Fernsehgerät im Kinderzimmer erhöht die Fernsehzeit. Aber auch die Einstellung der Eltern zum Fernsehen, ihre eigenen Fernsehgewohnheiten und ihre Überzeugung, die Bildschirmzeiten ihres Kindes reduzieren zu können, haben Einfluss auf die Fernsehzeit2.

Pädagogische Fachkräfte finden Tipps und Informationen für die Medienarbeit mit Eltern in der BZgA-Broschüre „Gut hinsehen und zuhören! Ratgeber für pädagogische Fachkräfte“. Opens external link in new windowMehr

„Gut hinsehen und zuhören! Tipps für Eltern zum Thema Mediennutzung in der Familie‘‘ zeigt einen sinnvollen Gebrauch von Medien in Familien auf. Sie unterstützt Eltern, den Medienkonsum in der Familie zu überdenken und zu regeln. Opens external link in new windowMehr

Mehr Informationen über die Wirkung, Chancen und Risiken von Medien auf Kinder unter Opens external link in new windowwww.kindergesundheit-info.de, Rubrik „Medien“

1. Übersicht Empfehlungen Mediennutzung Salice-Stephan & Tatjes 2.7.2015

2. Carson V, Janssen I (2012): Associations between factors within the home setting and screen time among children aged 0-5 years: a cross-sectional study. BMC public health 12:539

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