Stress regulieren, ausreichend ruhen

Stress kann Lebensstilfaktoren wie Ernährung, körperliche Aktivität und Medienkonsum beeinflussen und damit auch das Körpergewicht. Ein direkter Einfluss wird ebenfalls diskutiert. Mit Stress besser umzugehen, kann deshalb einer der Ansatzpunkte in der Übergewichtsprävention sein. Ebenso: für ausreichend Schlaf und regelmäßige Ruhepausen zu sorgen. Opens internal link in current windowMehr

Dazu gehört einerseits Auslöser für Stress zu erkennen und zu vermeiden, andererseits die Wirkungen von unvermeidbarem Stress abzumildern. Um die Ursachen von Stress und seine Wirkungen zu erkennen, nach Lösungen zu suchen, sie zu bewerten und durchzuführen, werden bestimmte Fähigkeiten gebraucht. Selbstwahrnehmung, kreatives und kritisches Denken, Bewältigung negativer Gefühle, Entscheidungsfähigkeit, aber auch Kommunikations- und Beziehungsfertigkeiten sowie Selbstwirksamkeit helfen dabei. Kinder und Jugendliche sollten unterstützt werden, entsprechende Ressourcen möglichst frühzeitig zu entwickeln und zu stärken.

Eltern und Bezugspersonen können ihre Kinder darin fördern und Vorbild im Umgang mit Herausforderungen sein. Eine gute innerfamiliäre Kommunikation kann dazu beitragen, Stressoren frühzeitig zu identifizieren und belastende Situationen abzumildern.  Diese familiären Ressourcen sollten gestärkt und weiter entwickelt werden.

Mehr Informationen zur Förderung von Schutzfaktoren und Lebenskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen erhalten Sie in den BZgA-Fachheften

Opens external link in new window„Schutzfaktoren bei Kindern und Jugendlichen“

Opens external link in new window„Gesundheitsförderung durch Lebenskompetenzprogramme in Deutschland“

Stressregulation bedeutet auch, sich regelmäßig zu entspannen und ausreichend zu schlafen. Herausforderungen lassen  sich dann besser bewältigen und die schädlichen Wirkungen von unvermeidlichem Stress verringern.

Konkrete Empfehlungen zur Dauer von Schlaf und Ruhezeiten gibt es  nicht. Denn im Schlaf- und Ruhebedürfnis sind Kinder sehr verschieden1. Manche sind Langschläfer, andere schlafen eher kürzer. Manchen reichen fünf Minuten zum Ausspannen, andere brauchen mehr. In einer Studie konnte gezeigt werden, dass Kinder im Vorschulalter, die weniger als 9 Stunden pro Nacht schliefen, ein signifikant höheres Risiko für Übergewicht aufwiesen2.

Wichtig ist, dass sich Anspannung und Bewegung mit entspannenden Phasen abwechseln und mehrmals am Tag Ruhepausen eingelegt werden. Familiäre Rituale, z. B. vor dem Schlafen vorlesen und über den Tag sprechen, können das Kind darin unterstützen, zur Ruhe zu kommen.

Mehr Informationen und Tipps zu Schlaf und Ruhepausen unter Opens external link in new windowwww.kindergesundheit-info.de, Rubrik „Schlafen“.

1. Koletzko B, Armbruster M, Bauer CP (2013): Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter. Handlungsempfehlungen des Netzwerks "Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familie", ein Projekt von IN FORM. Monatschr Kinderheilkd Sonderdruck

2. European Food Information Council (2011): Wie man Fettleibigkeit bei Kindern verhindern kann – Neues von der IDEFICS Studie: www.eufic.org/article/de/artid/Fettleibigkeit-bei-Kindern-vermeiden-Neues-IDEFICS-Studie/

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