Ursachen von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter

Auf die Frage „Wie entsteht Übergewicht?“ kann es keine eindeutige Antwort geben. Denn in einem komplexen System spielen genetische Veranlagung und verschiedenste Umweltfaktoren zusammen.

Fakt ist: Das Körpergewicht wird von der genetischen Veranlagung geprägt. Aber auch die Energiebilanz ist entscheidend. Fällt sie langfristig positiv aus, das heißt, übersteigt die Energiezufuhr den Energieverbrauch, sammelt sich vermehrt Körperfett an. Das Gewicht steigt. Lebensstilfaktoren beeinflussen direkt und indirekt die Energiebilanz. Dazu gehören Ernährung, körperliche Aktivität, Medienverhalten, Umgang mit Stress oder Schlaf1.

Die Bedingungen im Umfeld, in den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen, wirken sich auf den Lebensstil aus. Dazu gehören beispielsweise familiäre Strukturen, der kulturelle Hintergrund, der soziale Status, der Freundeskreis, die Kita, die Schule, die Nachbarschaft, das Lebensmittelangebot, Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten im Umfeld und vieles mehr. All das beeinflusst Einstellungen, Wissen und Gewohnheiten. Erste Weichen für das Gewicht des Kindes werden bereits im Mutterleib und in der Zeit nach der Geburt gestellt. Forscher gehen von einer perinatalen Programmierung des kindlichen Stoffwechsels und damit des Gewichts aus2,3.

Mehr zum Einfluss der Gene und den Zusammenhängen zwischen Lebensstilfaktoren und Übergewicht im Kindes- und Jugendalter finden Sie hier:

Opens internal link in current windowLebensstil der werdenden Mutter

Opens internal link in current windowErnährung

Opens internal link in current windowKörperliche Aktivität

Opens internal link in current windowMedienkonsum

Opens internal link in current windowStress

Opens internal link in current windowSchlaf

1. Hummel E, Wittig F, Schneider K et al (2013): Das komplexe Zusammenspiel von Einflussfaktoren auf und Auswirkungen von Übergewicht/Adipositas. Ernährungs-Umschau 60(1):2-7

2. Plagemann A, Dudenhausen JW (2008): Ernährung und frühe kindliche Prägung. In: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Hrsg): Ernährungsbericht 2008. Bonn. S. 271-300

3. Leschik-Bonnet E (2009): Perinatale Programmierung. Ernährungs-Umschau 56(8):B29-B32

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