Körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität  - im Alltag, in der Freizeit, Sport in der Schule - gilt als einer der Schlüsselfaktoren, um Übergewicht vorzubeugen. Der Einfluss ist plausibel, da Bewegung Energie verbraucht. Bewegungsmangel als Risikofaktor für Übergewicht lässt sich in Querschnittsstudien nicht gesichert nachweisen. Denn die Ergebnisse können in beide Richtungen interpretiert werden: Bewegungsmangel kann Übergewicht hervorrufen, aber Übergewicht kann auch die Bewegung einschränken.

Die meisten Kinder und Jugendlichen bewegen sich zu wenig. Zwar treiben mehr als drei Viertel der 3- bis 17-Jährigen regelmäßig Sport. Doch nur 27,5 % sind täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv und erreichen damit die von der WHO empfohlene tägliche Bewegungszeit. Zusammenhänge mit dem Sozialstatus zeigen sich hier: Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind seltener sportlich aktiv als solche mit mittlerem bzw. hohem Sozialstatus1.

Auch über den Einfluss anderer Freizeitaktivitäten auf die körperliche Aktivität wird diskutiert. Verbringen Kinder und Jugendliche sehr viel Zeit mit elektronischen Medien, dann sinkt die Chance, dass sie sportlich aktiv sind2.

Opens external link in new windowMehr zu Ergebnissen der KiGGS-Welle 1 zu Körperliche Aktivität und Mediennutzung

1. Manz K, Schlack R, Poethko-Müller C, et al. Körperlich-sportliche Aktivität und Nutzung elektronischer Medien im Kindes- und Jugendalter. Ergebnisse der KiGGS-Studie - Erste Folgebefragung  (KiGGS Welle 1). Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz. 2014;57(7):840-848.

2. Graf C, Beneke R, Bloch W, et al. Vorschläge zur Förderung der körperlichen Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ein Expertenkonsens. Monatsschr Kinderheilkd. 2013.

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