Medienkonsum

Viele Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Fernseh- bzw. Medienkonsum und der Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas. Er wird auch in der KiGGS-Studie bestätigt.

Als mögliche Erklärung wird  u. a. diskutiert, dass sich der Medienkonsum auf andere Lebensstilfaktoren auswirken kann, z. B. die Ernährung. Energiedichte Lebensmittel und gesüßte Getränke scheinen bevorzugt vor dem Bildschirm konsumiert zu werden.  Studien geben aber auch Hinweise, dass Bildschirmaktivitäten wie Fernsehen, Videospiele oder Computer zu einer höheren Nahrungszufuhr führen1. Auch die Werbung, denen Vielfernseher verstärkt ausgesetzt sind, kann sich auswirken. Sie beeinflusst die Essvorlieben, das Kaufverhalten und den Verzehr von Lebensmitteln2.

Auch wird diskutiert, ob die Nutzung von elektronischen Medien dazu führt, dass weniger Sport getrieben wird. Bei KiGGS zeigen sich Zusammenhänge erst bei einer Nutzungsdauer ab 5 Stunden pro Tag bei Jungen, bei Mädchen bei 3 bis 5 Stunden pro Tag. Etwa zwei Drittel der Jugendlichen verbringen 1 bis 5 Stunden pro Tag mit Bildschirmmedien.

Opens external link in new windowMehr zu Ergebnissen der KiGGS-Welle 1 zu Körperliche Aktivität und Mediennutzung

1. Marsh S, Ni Mhurchu C, Maddison R (2013): The non-advertising effects of screen-based sedentary activities on acute eating behaviours in children, adolescents, and young adults. A systematic review. Appetite 71:259-273

2. Hastings G, McDermott MP, Angus K et al (2006): The extent, nature and effects of food fromotion to children: A review of the evidence. Technical paper prepared for the World Health Organization. www.who.int/dietphysicalactivity/publications/Hastings_paper_marketing.pdf. (aufgerufen am 10.09.2013)

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