Stress

Stress wirkt sich nach der sogenannten Selfish-Brain-Theorie direkt auf den Energiestoffwechsel und damit das Gewicht aus. Nach dieser Theorie kann chronischer starker Stress die Zentren des Gehirns, die seine Versorgung mit Energie regulieren, aus dem Gleichgewicht bringen. Das eigennützige Gehirn (selfish brain) regt den Menschen dann zu einer vermehrten Nahrungsaufnahme an1.

Stress kann aber auch andere Lebensstilfaktoren beeinflussen. So konnte eine finnische Studie bei 16-Jährigen zeigen, dass Stressesser eine höhere Prävalenz für Übergewicht haben2.

Stressauslöser im Kindes- und Jugendalter können sein: Probleme mit Eltern, Freunden, Überforderung, Leistungs- und Zeitdruck u. v. m.3 Aber auch Lärm- und Luftverschmutzung können Stress verursachen. Familien, die in sozial benachteiligten Stadtteilen leben, sind vermutlich über die Wohnortwahl vielen Bedingungen ausgesetzt, die die Gesundheit belasten4.

1. Fehm HL, Kern W, Peters A (2006): The selfish brain: competition for energy resources. Progress in brain research 153:129-140

2. Jääskeläinen A, Nevanperä N, Remes J et al. (2014): Stress-related eating, obesity and associated behavioural traits in adolescents: a prospective population-based cohort study. BMC public health 14:321

3. Kallus W, Veit I, Moser M (2001): Beanspruchungs-Erholungs-Zustand und Bewältigung im Kindes- und Jugendalter. Kindheit und Entwicklung 10(3):172-179

4. Rensing L, Koch M, Rippe B, Rippe V (2005): Mensch im Stress: Psyche – Körper – Moleküle. Elsevier München

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